Heidelberg Materials hält Quartalsergebnis auf Vorjahresniveau

Heidelberg (dpa). - Der Baustoffkonzern Heidelberg Materials (ehemals HeidelbergCement) kann sich gegen die deutlich gestiegenen Kosten für Rohstoffe und Energie behaupten.

„Mit konzernweiten Energiesparmaßnahmen, Kostendisziplin und Preisanpassungen haben wir den weiter gestiegenen Energie- und Rohstoffpreisen getrotzt und unser Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs auf dem Niveau des Vorjahresquartals gehalten”, sagte Konzernchef Dominik von Achten in Heidelberg. Aufgrund der hohen weltweiten Inflation und der weiter sehr volatilen Preisentwicklung im Energiesektor erwarte das Unternehmen in den kommenden Monaten eine leichte Abschwächung der Nachfrage, insbesondere im Wohnungsbau.

Für das Gesamtjahr erwartet der Konzern weiter einen deutlichen Anstieg des Umsatzes. Das Ergebnisziel für das Gesamtjahr wurde präzisiert. Das Unternehmen rechnet beim bereinigten Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitdda) jetzt mit 3,625 bis 3,825 Milliarden Euro - dies wäre ein Rückgang zwischen rund einem und sechs Prozent. Bislang hatte der Konzern einen leichten Rückgang prognostiziert.

Im dritten Quartal kletterte der Umsatz im Jahresvergleich um 15,7 Prozent auf 5,85 Milliarden Euro. Dazu trugen vor allem Preiserhöhungen bei, hieß es. Zudem profitierte das Unternehmen von positiven Währungseffekten vor allem aufgrund des starken US-Dollar. Dies glich die fehlenden Erlöse aufgrund von Verkäufen wie etwa das Geschäft im Westen der USA aus.

Das bereinigte Ebitda verharrte mit 1,19 Milliarden Euro auf dem Niveau des Vorjahres. Das war mehr als Analysten erwartet hatten. In den ersten neun Monaten betrug das operative Ergebnis 2,7 Milliarden Euro und lag damit 6,1 Prozent unter dem Vorjahreswert. Einen Nettogewinn weist Heidelberg Materials zum dritten Quartal nicht aus.

Heidelberg Materials ist eines der größten Baustoffunternehmen der Welt, in Deutschland nach eigenen Angaben Marktführer bei Zement und Transportbeton sowie bei Sand und Kies. Zement dient als Bindemittel bei der Herstellung von Beton für den Bau von Häusern oder Brücken. Das Unternehmen mit mehr als 51.000 Mitarbeitern will bis 2050 klimaneutralen Beton herstellen.

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