Weltpremiere im Sauerland

Elektrischer Backenbrecher spart Kosten

Metso Backenbrecher Abbruch
Der neue vollelektrische Lokotrack LT130E bricht mit einer Leistung von 400 t/h. Foto: Metso

Arnsberg (ABZ). – Das mobile Vorbrechen von zähhartem Kalkstein mit einer konstanten Leistung von 400 t/h und die anschließende Förderung mit mobilen Förderbändern ist für jede Ausrüstung eine Herausforderung. Der erste vollelektrische Metso Lokotrack LT130E – eine Backenbrecheranlage, die hier ihre Weltpremiere feierte – und das LL12 mobile Förderbandsystem erledigen diese Aufgabe bei Lanwehr Naturstein im Steinbruch Arnsberg-Müschede im Sauerland mit Bravour."Wir sind mit unserem neuen LT130E sehr zufrieden. Er hat gegenüber seinem Vorgänger eine 15 % höhere Leistung und wird mit nahezu jeder Aufgabestückgröße fertig. Früher mussten wir jeden Tag mehr als eine Stunde mit einem Hydraulikhammer übergroße Felsbrocken für die Brecherbeschickung vorbereiten. Dies ist dank der großen Einlauföffnung des Backenbrechers C130 nicht mehr erforderlich", sagt Thomas Lanwehr, Geschäftsführer der Lanwehr Naturstein GmbH + Co. KG. "Durch den vollelektrischen Antrieb und den Betrieb am Stromnetz haben wir bei der Zuschlagstoff-Produktion gegenüber unseren regionalen Wettbewerbern eindeutige Vorteile, und wir sparen durch den elektrischen Betrieb monatlich 6000–7000 Euro Steuern", ergänzt Thomas Lanwehr. Lanwehr Naturstein produziert im Jahr ca. 900.000 t hochwertige Zuschlagstoffe. Für das Vorbrechen des zähharten Kalksteins – es handelt sich um sogenannten Kulmplattenkalk – wird ein raupenmobiler Vorbrecher eingesetzt. Die Verbindung zum 1 km langen Landband zur stationären Aufbereitungsanlage erfolgt mit drei mobilen Förderbändern der LL12-Serie. Von 2007 bis Mitte 2016 war ein Lokotrack LT125 als Vorbrecher im Einsatz. Nach der Zerkleinerung von mehr als 10 Mio. t Kalkstein war die Zeit für die Ablösung durch eine neue Vorbrechanlage gekommen. Die Umstellung erfolgte innerhalb von nur zehn Tagen ohne Unterbrechung der Produktion. Während der alte LT125 weiterhin produzierte, stellten die Teams von Metso und Lanwehr den neuen LT130E neben der alten Anlage auf. Anschließend nahm der neue Lokotrack die Position des alten ein, und die erste LL-Einheit wurde am LT130E angeschlossen – ein einfacher und schneller Vorgang. Der Lokotrack LT130E verfügt über zahlreiche Neuerungen, die den Betrieb für Lanwehr Naturstein erleichtern und vereinfachen:

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Metso Backenbrecher Abbruch
Das 1 km lange Landband fördert den vorgebrochenen Kalkstein zur stationären Aufbereitungsanlage. Foto: Metso

"Die Metso-IC-Prozesssteuerung ist modern und einfach in der Bedienung. Die Brechkammer des Backenbrechers C130 hat eine ausgezeichnete Geometrie und erzeugt eine für die weitere Aufbereitung gute Produktform. Die hydraulische Spaltverstellung ist sicher, schnell und einfach zu bedienen, sie stellt und hält den Brechspalt genau ein", sagt Thomas Lanwehr."Wir sind mit der Zusammenarbeit mit Metso sehr zufrieden. Vor kurzem besuchte uns Metsos-Produktmanager, überprüfte die Funktionen des Lokotrack und nahm noch einige Feineinstellungen zur Prozessoptimierung vor", fügt er hinzu und fährt fort: "Als größere Einheit passt der LT130E auch besser zu den Mobilförderern der LL12-Serie. Der erste Förderer des dreiteiligen Systems hat jetzt mehr Bodenfreiheit über dem unebenen Untergrund in unserem Steinbruch."Der höhere und komplett überarbeitete Grundrahmen des LT130E vergrößert jedoch nicht nur die Bodenfreit des LL-Förderers, auch die Zugänglichkeit und Servicefreundlichkeit wurden gegenüber dem Vorgänger nochmals erheblich verbessert.Lanwehr Naturstein hat mit Metso einen umfangreichen Life Cycle Services Vertrag mit einer Laufzeit von fünf Jahren abgeschlossen. Darin enthalten sind regelmäßige Inspektionen, Verschleißteile und die entsprechenden Austauscharbeiten. Durch den hohen Quarzgehalt ist der Kalkstein bei Lanwehr sehr abrasiv. Deshalb wird für das Kubizieren der Edelsplitt-Körnungen in der letzten Brechstufe ein Barmac B-Serie Vertikal-Prallbrecher von Metso eingesetzt. "Durch den LCS-Vertrag mit Metso können wir sicher sein, dass unsere stationäre Anlage immer ausreichend mit vorgebrochenem Material versorgt wird und wir uns auf unsere eigenen Aufgaben konzentrieren können", sagt Thomas Lanwehr.Die verschiedenen Endprodukte bestehen etwa je zur Hälfte aus Körnungen für Tragschichten im Größenbereich 0–45mm und Edelsplitt-Körnungen für Beton und Asphalt. Für den gesamten Steinbruchbetrieb werden nur zwölf Personen benötigt. Bei der derzeitigen Produktionsleistung reicht das Vorkommen noch für ca. 14 Jahre.

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