Montblanc Haus

Höchste Baukunst für Schreibgeräte-Hersteller im Hamburger Westen

Hamburg (ABZ). – Seit einiger Zeit sind die Türen des Montblanc Hauses für Besucher aus aller Welt geöffnet, wie das Baustoffunternehmen Rigips berichtet. Auf 3600 m² bietet der Hersteller handgefertigter, hochwertiger Schreibgeräte laut eigener Aussage ein außergewöhnliches Markenerlebnis, tiefe Einblicke in die Geschichte des Unternehmens und seine traditionsreiche Manufaktur sowie unzählige inspirierende und informative Details aus der Welt des Schreibens.
Saint-Gobain Rigips Architektur
Das rund 100 m lange und gerade einmal etwa 15 m tiefe Gebäude greift die historische Form der Hülle eines Montblanc Schreibgeräts auf. Foto: Roland Halbe Fotografie

Der von dem spanisch-deutschen Architekturbüro Nieto Sobejano geplante Neubau befindet sich auf dem Firmengelände Montblancs im Hamburger Westen in direkter Nachbarschaft zur Unternehmenszentrale und der Manufaktur. Inspiriert ist der Bau von der Geschichte des Unternehmens, die 1906 in Deutschland ihren Anfang nahm. Das rund 100 m lange und gerade einmal etwa 15 m tiefe Gebäude greift die historische Form der Hülle eines Montblanc Schreibgeräts auf. Seine Fassade ist mit schwarzen Sichtbeton-Elementen verkleidet und zeigt eindrucksvoll die reliefartig ausgebildete Silhouette des Mont-Blanc-Massivs. Auf der Vorderseite zieht sich eine Auskragung mit Spannweiten bis zu 5 m über die gesamte Gebäudelänge.

"Montblanc ist eine weltweit bekannte Marke mit höchsten Qualitätsansprüchen. Und genau die galten auch für dieses Bauprojekt", erklärt Steven Stenzel, Geschäftsführer der Jaeger Ausbau GmbH + Co KG Dortmund, die für den Trockenbau wie für den kompletten Ausbau in dem einzigartigen Gebäude verantwortlich war. "Bei der Fertigung einer Montblanc Schreibfeder geht es um hundertstel Millimeter – entsprechend hoch war auch der Anspruch an die Präzision und Qualität unserer Leistungen. Eine zentrale Vorgabe war es zum Beispiel, den Innenraum als Kontrast zur Fassade komplett in Weiß zu halten. Um dieses an den Wänden zu erreichen, musste also praktisch hochwertiger als Q4 gespachtelt werden." Maßgeblich unterstützt wurde das Ausbauteam bei der Oberflächenbehandlung durch Rigips Die Weiße, eine Spezialgipsplatte mit besonders weißer Oberfläche. Sie kam an allen Decken und Wänden als zweite Beplankungslage zum Einsatz.

Neben der erwarteten Oberflächenqualität mussten sämtliche Trockenbaukonstruktionen zu 100 Prozent den planerischen Vorgaben entsprechen. Nur so ließen sich die zum Teil sehr komplexen Raumüberschneidungen und die gewünschte lineare Optik erzielen. Entsprechend engmaschig und intensiv sei die Detailklärung mit den Architekten der Plan Forward GmbH ausgefallen, die unter der Oberleitung von Nieto Sobejano die Ausführungsplanung übernommen hatten.

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Saint-Gobain Rigips Architektur
Die aus vorgeformten Fertigteilen errichtete, massive Betontreppe führt vom Erdgeschoss bis ins zweite Obergeschoss. Die Besonderheit liegt vor allem in der freien Ausführung und der aus Metallprofilen und Gipskartonplatten erstellten hochwertigen Brüstungsverkleidung. Auch die Untersichten wurden aufwändig verkleidet und in Q4-Oberflächenqualität ausgeführt. Foto: Jaeger Ausbau

Der Eingang in das Gebäude, das eine Dauerausstellung mit Café und Boutique, ein Archiv, Schreibatelier sowie einen modernen Schulungsbereich und Versammlungsraum beherbergt, erfolgt über eine langgezogene Glasfront im Erdgeschoss. Der Weg führt direkt in ein zentral gelegenes, acht Meter hohes Foyer, welches sich vom Erdgeschoss bis in den zweiten Stock erstreckt. Blickfang sind unter anderem eine elegant-dezente Treppe in die zweite Etage sowie ein in 15 m Höhe frei eingehängter, über dem Foyer "schwebender" Kubus mit gewölbter Unterseite, die als gewölbte Akustikdecke mit kreisrundem Ausschnitt ausgeführt wurde. Ihre Unterkonstruktion besteht aus fast 100 m² vorgefertigten Rigips Deckenprofilen und ist so konzipiert, dass sie das Gewicht der horizontalen Lichtkanäle sowie der abschließenden Akustikbeschichtung tragen kann. Der Kubus ist als Archivraum das "Herzstück" des Gebäudes. Die Sammlung umfasst mehr als 4000 historische Schreibgeräte, handgeschriebene Notizen von bedeutenden Persönlichkeiten, Patente und Designskizzen. Zum Schutz der wertvollen Dokumente galt es, das Archiv bestmöglich vor Einbruch zu schützen.

Ausgeführt wurde der Archivraum mit Einfachständerwänden nach DIN 4103 (gemäß Rigips System EW12HA) in einer Stärke von 150 mm und einer vierlagigen Beplankung (beidseitig 2 x 12,5 mm) mit der massiven Trockenbauplatte Rigips Habito, die sich durch ihre hohe Oberflächenhärte, einen hohen Widerstand gegenüber mechanischen Belastungen und beste Schall- und Brandschutzeigenschaften auszeichnet. Mit der robusten Platte wurde ein höchst effektiver Einbruchschutz der Widerstandsklasse RC3 realisiert. Die auf Höhe des ersten Obergeschosses, unterhalb des frei hängenden Archivs liegende gewölbte Decke erstellte das Team der Jaeger Ausbau GmbH + Co KG Dortmund als Schürzenkonstruktion mit horizontalen Lichtkanälen aus vorgefertigten, 2 x 12,5 mm starken Rigips Bauplatten RB. In die gewölbte Akustikdecke wurde zusätzlich ein im Durchmesser 2,2 m großer, kreisrunder Ausschnitt mit Aufkantungen ebenfalls aus vorgeschnittenen Rigips Bauplatten eingelassen. Der Ausschnitt dient der Installation von indirekter Beleuchtung sowie der Montage eines zusätzlichen Designobjekts. Die Deckenoberfläche wurde mit 70 mm starken Akustikplatten belegt und anschließend mit Akustikputz in einer Stärke von 3 bis 3,5 mm beschichtet.

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