Produktionsleistung bei Porr um zehn Prozent auf mehr als drei Milliarden gestiegen

Sattes Plus in der ersten Jahreshälfte

Wien/Österreich (ABZ). – Mit ihrem breit aufgestellten Bau-Portfolio konnte die Porr-Unternehmensgruppe laut eigenen Angaben im ersten Halbjahr 2023 deutliche Leistungszuwächse erwirtschaften.

Trotz des weltweit anspruchsvollen Marktumfelds baute sie ihr Ergebnis vor Steuern (EBT) auf 27,5 Millionen Euro aus und sicherte sich zahlreiche neue lukrative Großprojekte. Für das Geschäftsjahr 2023 bestätigt Porr den Ausblick.

"Wir haben in der ersten Jahreshälfte eine Reihe großer, spannender Aufträge erhalten. Unser Auftragseingang erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um beachtliche 25 Prozent", freut sich Porr-CEO Karl-Heinz Strauss. "Gleichzeitig konnten wir auch die gestiegenen Kosten in Schach halten und ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielen." Zu den Neuaufträgen gehören etwa das Baulos H53 des Brenner Basistunnels, der Bau eines großen Krankenhauses mit 100.000 Quadratmetern Nutzfläche in Wrocaw, Polen, sowie das Infrastrukturprojekt SuedLink Elbquerung, bei dem die Elbe untertunnelt wird, um bis zu 4 Gigawatt an Windstrom durchzuleiten. Insgesamt betrage der Auftragseingang im ersten Halbjahr 3,8 Milliarden Euro.

Auch der Auftragsbestand habe zulegen können (Plus von11,7 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2022) und kratze erstmals an der Neun-Milliarden-Euro-Marke. Porr habe eine Produktionsleistung von 3017 Millionen Euro erzielt – eine Steigerung um 9,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Besonders stark sei das Wachstum dabei im Flächengeschäft in Polen und Rumäniengewesen: Dort stieg die Produktionsleistung jeweils um mehr als 40 Prozent. Erfreuliche Zuwächse zeigte laut Unternehmen auch der Bereich Bahnbau in Österreich. Der Fokus von Porr liege auf den sieben europäischen Heimmärkten. Dort erziele das Unternehmen 96,9 Prozent der Produktionsleistung. Der größte Markt bleibe Österreich mit einem Anteil von 44,8 Prozent. Durch das global angestiegene Preisniveau sei es auch bei Porr sowohl umsatz- als auch kostenseitig zum Teil zu deutlichen Erhöhungen gekommen. So erwirtschaftete die Unternehmensgruppe im ersten Halbjahr 2023 Umsatzerlöse in Höhe von 2 891,1 Millionen, um 11,4 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2022. Kostenseitig verzeichneten vor allem die bezogenen Leistungen eine deutliche Steigerung.

Insgesamt habe die Erhöhung der Aufwände jedoch unter der Umsatzausweitung gelegen. Porr konnte so das Ergebnis (EBITDA) um 8,7 Prozent auf 136,7 Millionen Euro verbessern. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) stieg um 24,6 Prozent auf 27,5 Millionen Euro. Somit habe sich eine EBT-Marge von 0,9 Prozent in Bezug auf die Produktionsleistung ergeben. Die liquiden Mittel blieben mit 451,5 Millionen Euro weitestgehend konstant (30. Juni 2022: 461,9 Millionen Euro), während sich die Liquiditätsreserve gegenüber dem Vorjahr leicht auf rund 800 Millionen Euro ausweitete, so Porr.

Die Weltwirtschaft stehe am Beginn einer Erholungsphase, glaubt die Unternehmensgruppe, die Inflation bleibe aber nach wie vor hoch, sowohl kosten- als auch umsatzseitig. Nichtsdestotrotz wird in den meisten Heimmärkten der Porr ein weiteres Wachstum der Baubranche erwartet. Die Erholung der internationalen Lieferketten sowie die Entspannung der Energiekostensteigerungen wirken positiv. Wachstumstreiber für die Branche sind auch in der zweiten Jahreshälfte der Infrastruktur- und Tiefbaubereich. Im Hochbau sorge der Industriebau für eine stabile Entwicklung.

Mit vollen Auftragsbüchern und der aktuellen Entwicklung der Produktionsleistung ist Porr laut eigener Aussage bestens für die zweite Jahreshälfte 2023 gerüstet. Ausgehend davon erwartet der Vorstand für das Geschäftsjahr 2023 eine Leistung in einer Bandbreite von 6,5 bis 6,7 Milliarden Euro sowie eine weitere Steigerung des Ergebnisses.

Die Einschätzung des weiteren Geschäftsverlaufs orientiere sich an den aktuellen Zielen in den einzelnen Bereichen sowie an den Chancen und Risiken, die sich in den jeweiligen Märkten ergeben. Die geopolitische Lage habe sich zuletzt stabilisiert.

Sollte sich die Situation im Zusammenhang mit dem Ukraine-Konflikt oder der Energieversorgung erneut verschärfen, könne dies negative Auswirkungen auf Porr und die Geschäftstätigkeit haben. Jegliche Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung sei daher mit Prognoserisiken behaftet.

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