Schritt in Richtung Energiewende

Porr gewinnt Großauftrag

München/Düsseldorf (ABZ). – Das Bauunternehmen Porr hat sich kürzlich einen Großauftrag für das Projekt SuedLink Elbquerung gesichert.
Porr Bau SuedLink Unternehmen
Dr. Stefan Mirschel (v. l.), Sjouke Bootsma, Dr. Jan Krüger, Mathias Seibitz, Sebastian Knörlein, Volker Barnewold von TenneT mit Dr. Bernd Schockemöhle, Dr. Thorsten Weiner sowie Christof Gromotka von Porr. Foto: TenneT TSO

"Der SuedLink ist wesentlich, um die Stromversorgung in Deutschland sicherzustellen und wir sind stolz, an diesem Vorhaben mitzuarbeiten. Mit ihrer langjährigen Erfahrung im Tunnelbau wird die Porr ihren Teil zur termingerechten Fertigstellung der Elbquerung leisten", so Karl-Heinz Strauss, CEO der Porr AG.

Deutschland habe sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: 2050 sollen mindestens 80 Prozent der Stromversorgung aus erneuerbaren Energien stammen. Eine Herausforderung für das Stromnetz. Um auch zukünftig eine stabile und sichere Stromversorgung zu gewährleisten, müssen die Stromnetze an die veränderte Erzeugungsstruktur angepasst werden, betont Porr.

Damit vor allem Energie aus Windkraft von Norden nach Süden geleitet werden könne, entstehe mit SuedLink eine sogenannte HGÜ-Verbindung. Zwei Erdkabel sollen per "Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung" vier Gigawatt durch die Lande transportieren.

Die erneuerbaren Energien werden Porr zufolge aber nicht nur überall in Deutschland dezentral produziert – sie schwanken auch stark in ihrer Einspeisung. Die Gleichstromtechnik, mit der SuedLink realisiert werde, mache es möglich, flexibler auf die Schwankungen zu reagieren und Lastflüsse im Netz besser zu steuern. Die Übertragungsleistung entspricht laut dem Bauunternehmen etwa der von vier Atomkraftwerken. Rechnerisch können damit rund zehn Millionen Haushalte mit Strom versorgt werden.

Planmäßiger Baubeginn der Elbquerung ist im Herbst 2023 – nach Erhalt des Planfeststellungsbeschlusses, erläutert Porr. Der Start erfolge an einem Schachtstandort in Schleswig-Holstein bei Wewelsfleth. Von hier wird der 5,2 Kilometer lange Tunnel mit einem Innendurchmesser von 4 Metern etwa 20 Meter unter der Elbe bis zum Zielschacht in Niedersachsen bei Wischhafen führen. Da Start- und Zielschacht im Grundwasser liegen, müssen die Baugruben für die Schächte vor dem Aushub mit bis zu 50 Meter tiefen Schlitzwänden wasserdicht, stabil und hochwassersicher gemacht werden – ein anspruchsvolles Vorhaben.

Im Anschluss sollen die 25 Meter tiefen Baugruben unter Wasser ausgehoben, trockengelegt und mit Stahlträgern gesichert werden. Danach beginnt Porr zufolge die Montage der Tunnelbohrmaschine, die speziell für die Unterquerung hergestellt wird.

Sie sei auf die wechselhaften Bodenbeschaffenheiten unter der Elbe ausgelegt. Der Tunnel wird in Tübbingbauweise erstellt. Während des Tunnelvortriebs sollen die Zugangsbauwerke in Schleswig-Holstein und Niedersachsen für den späteren Betrieb ausgebaut werden.

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