Mittelständler packt an

Bei Großauftrag wurden rund 64.000 Kubikmeter umbauter Raum abgebrochen

Kiesel Abbruch
64.000 m³ umbauter Raum mussten von der Metzner Recycling GmbH entkernt und abgebrochen werden. Fotos: Kiesel

Erlangen (ABZ). – Er musste früher kommen als geplant und dann gleich volle Leistung zeigen: der KTEG Multi Carrier wurde von der MMRHP – Metzner Recycling GmbH dringend benötigt, um einen Großauftrag in Erlangen zu meistern.

"Wir sind ein junges, dynamisches und schlagkräftiges Team, bei dem alle mitziehen. Anders kann man solche Projekte wie dieses hier nicht stemmen", sagt Michael Metzner, Geschäftsführer der Metzner Recycling GmbH und meint damit ein für die Stadt Erlangen und deren Umland immenses Umbauprojekt: das sogenannte "Modul 2". Um die geplanten Neubauten hochziehen zu können, mussten zunächst 64.000 m³ umbauter Raum entkernt und abgebrochen werden – und das innerhalb kürzester Zeit und in enger Absprache mit den nachgelagerten Gewerken. Das höchste Bauwerk war 17,3 m hoch. Dafür setzte Metzner den Longfrontbagger ZX350-3 von Hitachi ein.

Die Bagger und Radlader des Unternehmens stammen seit vielen Jahren aus dem Hause Kiesel. Vom ZX 10 U-2, über einen ZX 250-6, ZX350-6 bis hin zum ZW 310-6 – bis heute wurden 67 Hitachi-Maschinen über Kiesel bezogen. Besonders die 6er-Serie von Hitachi überzeugt, wie Ulf Zeh, der Maschinist des ZX350-6, ausführt. Beim Bedienen schätzt er die Feinfühligkeit und die gute Übersicht, welche nicht nur im Abbruch sehr wichtig ist. "Das gibt jedem Fahrer ein gutes Sicherheitsgefühl."

Ein "neues Pferd im Stall" ist seit Mai 2019 der Multi Carrier von der KTEG GmbH, KMC 400P. Der KMC ersetzt einen Hitachi-Longfrontbagger, mit dem man lange Jahre sehr zufrieden war. Die Maschine wies allerdings trotz ihres hohen Alters nur ein geringes Ausfallrisiko auf. Man wollte jedoch auf Nummer sicher gehen und entschied sich für den KMC 400P.

Die Maschine wurde mit einem Multi-Use-Verstell-Ausleger (MUVA) und einem 24-Meter-Longfront-Ausleger geordert. Die Vorteile des patentierten Boom-Quick-Connect-Systems nutzt Metzner nun seit zwölf Jahren – inzwischen am dritten Longfrontbagger. "Technisch spricht für den KMC, dass wir mit dem MUVA etwa 30 Prozent weniger Longfront-Einsatz haben und hierdurch effizienter sind. Den KMC können wir trotz 24 Meter Bolzenhöhe und Drei-Tonnen-Anbaugerät bayernweit mit unserem eigenen Tieflader im Rahmen unserer Dauergenehmigung schnell und unkompliziert transportieren" erläutert Metzner die Vorteile des Maschinenkonzepts KMC 400.

Der Maschinist Andreas Kloster ergänzt: "Durch den Einsatz des patentierten Tritec-Systems habe ich mich bei meiner ersten Aufgabe mit der Maschine sehr leichtgetan. Ich konnte die Fundamente problemlos zurückbauen und sogar aus der Baugrube herausheben. Das geht sonst nur mit einer Maschine der nächst größeren Klasse. Das ist toll gelöst, so kann man viel effizienter arbeiten."

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Kiesel Abbruch
Knallhartem Stahlbeton ging es mit den Abbruchhammer effizient an den Kragen.

Eingeplant war die Investition in den KMC ursprünglich für das Jahr 2020. Doch der Bedarf kam schneller als erwartet. Kiesel-Verkäufer Bernhard Ebner setzte alle Hebel in Bewegung und sicherte für Metzner die Maschine, die bei Kiesel eigentlich für den eigenen Mietpark eingeplant war.

Schnell reagieren konnte er auch durch die Kiesel-Kurzzeitmiete. So benötigte Metzner im "Modul 2"-Auftrag neben dem eigenen Longfront zwei weitere Hitachi-Maschinen, die er kurzfristig vom Systempartner Kiesel anmieten konnte: einen ZX350-6 sowie einen ZX490-6 LCH.

Der kleinere der beiden Bagger wurde vor allem für das Pulverisieren des Abbruchmaterials sowie das Beschicken des firmeneigenen Brechers eingesetzt. Die 50-Tonnen-Maschine hatte die Aufgabe, die Keller, Bodenplatten sowie Fundamente zurückzubauen.

Auch die Anbaugeräte, wie Sortiergreifer und Abbruchscheren aus dem Hause Demarec und Hydraulikhämmer von MTB, werden über Kiesel bezogen. Speziell für den KMC 400 wurde eine Demarec MQP 45, mit einem Einsatzgewicht von etwa 3,6 t, angeschafft. Diesem Bagger und den beiden ZX350 stehen außerdem Hydraulikhämmer vom Typ MTB405 zur Verfügung. 24 vollhydraulische Anbaugeräte wie Scheren, Hydraulikhämmer, Magnete, Sortiergreifer und vieles mehr, hat Metzner inzwischen in seinem Inventar.

Der Geschäftsführer fasst kurz und prägnant zusammen, warum er gerne mit Kiesel zusammenarbeitet: "Weil wir mit Kiesel einfach zufrieden sind." In dasselbe Horn stößt auch einer seiner Poliere, Ralf Winnecke: "Falls doch mal was ist, ist Kiesel sehr schnell vor Ort. Das zu wissen beruhigt ungemein."

Bei Metzner werden die starke Verknüpfung der Bereiche Verkauf, Service und Mietpark geschätzt. "Wir als mittelständisches Unternehmen werden jederzeit fair und partnerschaftlich behandelt", resümiert der Geschäftsführer. Die Metzner Recycling GmbH wurde 1996 als Recyclingbetrieb am Standort Pettstadt gegründet. Michael Metzner übernahm den Betrieb im Juli 2003 und integrierte im Dezember 2005 das Geschäftsfeld Abbruch ins Portfolio. Seit der Konzentration auf Abbruch und Rückbau im Jahr 2005 sind Hitachi-Maschinen im Maschinenpark vertreten. Der Mittelständler beschäftigt heute 24 Mitarbeiter. "Das Preis-/Leistungsverhältnis, insbesondere bei Reparaturen, Wartung und Ersatzteilen, und auch der Anbauwerkzeuge passt. Unsere Ansprechpartner sind seit Jahren die gleichen, inzwischen bestehen gute Verbindungen."

Michael Metzner zeigt sich zufrieden mit dem Gesamtpaket, das Kiesel bietet: "Wir freuen uns über die neue KMC 400 und auf eine weitere gute Geschäftsbeziehung mit Kiesel."

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