Mecklenburg-Vorpommern

Finanzminister Geue sagt Baubranche Aufträge von Land und Kommunen zu

Schwerin (dpa). - Der Bauwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern droht nach eigenen Angaben die Arbeit auszugehen. Weil vor allem der Wohnungsbau schwächelt, soll nun die öffentliche Hand viele neue Aufträge auslösen.

Die Landesregierung hat nach den Worten von Finanzminister Heiko Geue (SPD) die derzeit schwierige Lage der Bauwirtschaft im Blick und will mit öffentlichen Aufträgen gegensteuern. „Wir nehmen die Befürchtungen der Baubranche in Mecklenburg-Vorpommern sehr ernst. Deswegen will die Landesregierung die Baukonjunktur mit bis zu einer Milliarde Euro Investitionsvolumen in den nächsten vier bis fünf Jahren unterstützen”, erklärte Geue in Schwerin. Er reagierte damit auf einen Appell des Landes-Bauverbandes, der angesichts deutlicher Preiserhöhungen am Bau und gestiegener Zinsen für Baukredite eine nachlassende Nachfrage beklagt und staatliche Konjunkturhilfen gefordert hatte.

Im Land gebe es dringenden Neubau- und Sanierungsbedarf bei den Schulen, räumte Geue ein. Land und Kommunen hätten sich daher entschieden, trotz angespannter Haushaltslage in den nächsten vier Jahren insgesamt 400 Millionen Euro dafür bereitzustellen. „Beim Schulneubau werden wir dabei verstärkt auf serielles Bauen setzen. Auf diese Weise können die Schulgebäude schneller fertiggestellt und damit die Baubranche zügig unterstützt werden”, erklärte Geue.

Zudem solle den Kommunen durch eine geänderte Rechtsgrundlage ermöglicht werden, ihre Rücklagen umfassender als bisher für Investitionen zu nutzen. Finanziell schwache Kommunen erhielten Unterstützung vom Land. „Wir gehen hier von einem Investitionsvolumen von bis zu 600 Millionen Euro aus. Die damit erreichbaren Investitionen seien „gute Nachrichten für die Kinder, Eltern und Lehrkräfte und für die Baubranche in unserem Land”, so Geue. Im Vorjahr hatte die öffentliche Hand mit ihren Aufträgen im Nordosten für etwa ein Drittel der Umsätze am Bau gesorgt.

Nach Darstellung des Bauverbandes täuschen höhere Umsätze in Folge drastisch gestiegener Baupreise über die zunehmend kritische Situation in der Baubranche hinweg. Bei Berücksichtigung der Preiserhöhungen sei im Vergleich zum Vorjahr ein leichtes Minus zu verzeichnen. Ein ähnliches Bild zeige sich für den Zeitraum von Januar bis August auch bei den Auftragseingängen.

„Die Bauwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern ist in der Krise”, konstatierte Verbands-Hauptgeschäftsführer Jörn-Christoph Jansen. Ein Minus von 19,3 Prozent bei Baugenehmigungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sei ein deutliches Zeichen, dass nicht nur der Wohnungsbau betroffen sei.

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